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✓✓✓ Alles rund um Aktien, Fonds und Investieren in Wertpapiere

Was sind Aktien? In Unternehmensanteile investieren

Was sind Aktien?

Was sind Aktien?

Eine Aktie ist ein verbrieftes Teilhaberrecht an einem Unternehmen, das diese Anteile in Form einer IPO (Initial Public Offering) ausgegeben hat, und an der Börse handelbar ist. Durch den Gang an die Börse erhalten Unternehmen durch den Verkauf einzelner Anteile zusätzliches Kapital, das in der Regel zur Expansion, zur Finanzierung eines bestimmten Projekts oder einfach zum Erlangen neuer liquider Mittel in Form einer Kapitalerhöhung dient.

Die Ausgabe von neuen Aktien erhöht das Eigenkapital eines Unternehmens. Der Aktienkurs, der einem Papier an der Börse zugewiesen wird, bringt dem Unternehmen selbst nichts mehr – Kapital wird lediglich durch die Ausgabe von Aktienpaketen an den Börsen erlangt.

So können Anleger von Aktien profitieren

Anleger können auf zwei verschiedene Wege Profit aus dem Handel mit Aktien schlagen. Zum einen gibt es die Möglichkeit, durch kurz- bis mittelfristiges Kaufen und Verkaufen der Aktien Rendite zu erwirtschaften, in dem man die Teilhaberpapiere einfach zu einem höheren Preis verkauft als man sie vorher gekauft hat. Zum anderen kann man durch langfristige Halten einer Aktie von der jährlichen Dividendenausschüttung profitieren und somit den Vermögensaufbau angehen. Allerdings zahlt nicht jedes Unternehmen immer eine Dividende aus.

Denn bei stark wachsenden Aktiengesellschaften macht es oftmals mehr Sinn das Kapital zu reinvestieren als es in Form einer Dividende auszuzahlen, um das rasche Wachstum aufrecht zu erhalten. Eine andere Möglichkeit eines Dividendenausfalls wäre, wenn sich der Konzern in einer Krise befindet und dessen Liquidität in Gefahr ist.

Eine Aktie bringt für den Käufer aber noch weitere Rechte außer dem Recht auf Dividende. Diese sind zum Beispiel das Recht die jährliche Hauptversammlung besuchen und abstimmen zu dürfen, das Recht auf Information über das Unternehmen und ihre aktuelle Lage oder das Recht auf Auszahlung des anteiligen Liquidationserlöses im Falle eines Verkaufs des Unternehmens.

Stammaktien, Namensaktien & Vorzugsaktien

In der Regel unterscheidet man zwischen den drei Hauptformen der Aktien, welche Stamm-, Namens- und Vorzugsaktien umfassen. Stamm- und Namensaktien sind die „normalen“ Aktien und verbriefen keine besonderen Recht mit dem kleinen Unterschied, dass beim Erwerb einer Namensaktie der Name des Käufers im Aktienhandelsregister eingetragen und vermerkt wird. Käufer von Vorzugsaktien hingegen verzichten auf das Stimmrecht auf der Hauptversammlung, dürfen dadurch aber auf eine höhere Dividendenzahlung als Stammaktionäre hoffen.

Die Aktiengesellschaft profitiert in erster Linie nur bei der Erstausgabe von verbrieften Teilhaberrechten, jedoch ist sie auch nach diesem Zeitpunkt an einem positiven Verlauf des Aktienkurses interessiert. Ein Grund dafür ist beispielsweise die bereits erwähnte Kapitalerhöhung, bei welcher die Gesellschaft neue sogenannte junge Aktien ausgibt und durch deren Verkauf neues Kapital in ihre Kassen spült. Ein weiterer Grund ist die positive Reputation, die mit einem gut laufenden Aktienkurs einhergeht.

Dies kann zum Beispiel bei Kreditentscheidungen einer Bank ausschlaggebend sein, wodurch das Unternehmen bessere Konditionen oder mehr Kapital in Anspruch nehmen kann. Der Kurs der Aktie kommt durch Angebot und Nachfrage am Basiswert zustande. Deshalb haben jegliche Informationen über das Unternehmen oder wirtschaftliche und politische Themen erheblichen Einfluss auf den Verlauf der Aktie.

Beispielsweise wirken sich Meldungen, wie eine konstante und hohe Auftragslage der Unternehmung oder fallende Marktzinsen in der Regel positiv auf den Aktienkurs aus. Negative Aspekte wären zum Beispiel die Erwartung, dass periodenbezogene Unternehmensziele nicht erreicht werden können oder eine negative Einschätzung des Wertpapiers durch einen Analysten einer Investmentbank.

Chancen & Risiken beim Investieren in Aktien

Anleger dürfen jedoch keines Falls die Risiken ausblenden, die der Erwerb einer Aktie mit sich bringt. Einerseits besteht natürlich das Risiko fallender Kurse und somit ein Teilverlust des investierten Kapitals. Andererseits besteht nicht nur bei riskanteren Anlagen das Risiko, dass die Unternehmung Insolvenz anmeldet und das Investment nahezu einen Totalverlust erleidet. Längerfristig orientierte Investoren gehen außerdem das Risiko eines vorübergehenden Dividendenausfalls ein, welches aber über einen weiten Anlagehorizont eher vernachlässigt werden kann.

In einem breit diversifizierten Wertpapierportfolio machen Aktien in der Regel den größten Bestandteil aus, da sie zum einen regelmäßige Zahlungsströme in Form von Dividendenzahlungen und zum anderen hohe Renditechancen durch Kursgewinne bieten können.

Aktien werden in Deutschland sowohl an der XETRA als auch an allen Präsenzbörsen an den Standorten München, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Berlin gehandelt. Beim Kauf von Aktien verlangen Banken und Online-Broker oftmals eine Kostenpauschale, einen niedrigen Prozentanteil am investierten Volumen und ein Handelsplatzendgelt, welches je nach Handelsplatz variiert.

In der Zeit vor der Digitalisierung war es üblich die erworbenen Aktien in Papierform zu erhalten und in einem Safe oder einem Bankschließfach zu verwahren. Mittlerweile ist die Papierform fast schon ausrangiert und die Verwahrung in einem Online-Depot oder einem normalen Bankdepot sind nun die Norm.


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